Der Ofenpass nahe des Schweizer Nationalparks verbindet den Südtiroler Obervinschgau mit dem Schweizer Engadin
Bildergalerie: Radtour über den Ofenpass ins Engadin
Schon die Römer überquerten den Ofenpass auf einem Saumweg - heute führt eine Passstraße auf 2.149 Meter Höhe und somit vom Südtiroler Obervinschgau in das Schweizer Engadin. Im Atlas Tyrolensis von 1774 wurde der Pass dann als Tschirfser Jöchl erwähnt. An diesem Augusttag ist er der Grund unserer Motivation auf zwei Rädern: Wir wollen ihn mit purer Muskelkraft erklimmen.
Eine vierstündige Radtour liegt vor uns, die wir morgens in Mals Markt beginnen. Über die Landstraße geht es hinüber nach Laatsch und von dort weiter nach Taufers im Münstertal. Der als Radroute ausgeschilderte Weg führt als Schotterstraße den Rambach entlang und endet kurz vor der Grenze. Hier müssen wir auf die Autostraße zurück: Gleich nach dem Grenzübergang erreichen wir Müstair, das Dorf mit dem berühmten und absolut sehenswerten Kloster Son Jon.
Seine Gründung geht auf Karl den Großen zurück. Nachdem wir an den Orten Santa Maria, Valchava, Fuldera und Tschierv vorbeigefahren sind - hier wird Jauer gesprochen, eine rätoromanische Mundart - beginnt die steile Auffahrt auf den 2.149 Meter hohen Ofenpass. Pünktlich zur Mittagszeit erreichen wir die Passhöhe, wo wir im Schutzhaus einkehren und uns von der gutbürgerlichen Schweizer Küche mit Fokus auf regionale Frischprodukte verwöhnen lassen.
Es nennt sich Hotel Süsom-Givè und ist ein Familienbetrieb in dritter Generation, der auch einen Kiosk für den schnellen Zwischenstopp bietet. Etwas weiter unten - auf 1.986 Meter Höhe - befindet sich hingegen das Berggasthaus Buffalora. Von der Passhöhe geht es dann abwärts.
Nach wenigen Kilometer, bei der Abzweigung nach Livigno, folgt ein zweiter, wenn auch deutlich kürzerer Anstieg zur Höhe von Ova Spin. Dann radeln wir nur noch abwärts bis nach Zernez, dem zentral im Engadin gelegenen Dorf. Da es mit Stopps und Einkehr spät geworden ist, nutzen wir den Schweizer Busdienst PostAuto mit Radmitnahme und erreichen abends wieder Mals. Eine gute Kondition ist für diese Passtour essenziell, ein früher Start ist empfehlenswert.
Autor: AT
Erlebt: August 2012
Letzte Aktualisierung: 2026
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- Ausgangspunkt:
- Ortskern von Mals (1.051 m ü.d.M.)
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- Gesamtzeit:
- 03:50 h
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- Gesamtlänge:
- 54,6 km
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- Höhenlage:
- von 945 bis 2.149 m ü.d.M.
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- Höhenunterschied (Höhenmeter | Tiefenmeter):
- +1401 m | -952 m
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- Wegverlauf:
- Mals - Laatsch - Taufers im Münstertal - Müstair (CH) - Santa Maria - Valchava - Fuldera - Tschierv - Ofenpass - Höhe von Ova Spin - Zernez (CH)
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- Ziel:
- Ofenpass (2.149 m ü.d.M.)
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- Einkehrmöglichkeiten:
- Hotel Süsom-Givè und Berggasthaus Buffalora am Ofenpass
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- Untergrund/Wegeart:
- Asfalt. Radweg-Abschnitt bei Taufers im Münstertal mit Schotterbelag, Rennradfahrer weichen auf die asfaltierte SS41 aus
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- Empfohlene Jahreszeit:
- Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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- GPX-Strecke herunterladen:
- Radtour über den Ofenpass ins Engadin
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- Mehr Infos:
- Die oben angegebene Gesamtzeit bezieht sich auf die reine Fahrzeit, ohne Pausen. Die Daten beziehen sich auf die Fahrt von Mals nach Zernez, die Rückkehr erfolgt mit dem PostAuto (Linie Nr. 811, eineinhalb Stunden, über die Radmitnahme bitte vorher informieren). Ausweis nicht vergessen, mögliche Kontrollen am Grenzübergang EU-Schweiz.
Falls du diese Tour unternehmen möchtest, empfehlen wir dir, vor Antritt Informationen über die Wetterbedingungen und die Wegbeschaffenheit vor Ort einzuholen.
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