Federkielstickerei
Mit Pfauenschwanzfedern wird im Sarntal seit Jahrhunderten einer ganz besonderen Kunst nachgegangen: der Federkielstickerei.
Vom Sarntal ausgehend breitete sich das Handwerk, früher ein Nebenerwerb der Bauern, dann auch in andere Täler aus.
Der Schaft der Federn, der namensgebende Federkiel, wird dabei in Streifen geschnitten und dient sozusagen als “Nadel”. Daraus entstehen dann die schön verzierten Gürtel, “Fatschn” genannt, die bei der Sarner Tracht auf keinen Fall fehlen dürfen! Hundert und mehr Arbeitsstunden werden damit verbracht, die geschwungenen Ornamente mit den Federkielen auf die Gürtel zu übertragen. Natürlich können auch Geldtaschen und andere Gegenstände damit verziert werden.
Seit kurzem wird das Sarner Handwerk unter dem Namen “Sarner G’schick” im Rahmen des “Leader+”-Projektes” gefördert. Die Initiative ging von der Europ. Kommission aus und dient der Entwicklung des ländlichen Raums. Wir finden: eine super Idee!

