Kastelbell

Kastelbell ist der Hauptort der Gemeinde und blickt auf eine lange und rege Geschichte zurück.

Kastelbell, auf 587 m Meereshöhe gelegen, hat 890 Einwohner und ist seit 1928 Sitz der Gemeindeverwaltung. Kastelbell blickt zurück auf eine rege und lange Geschichte, die aller Wahrscheinlichkeit nach bereits vor dem 12. Jahrhundert beginnt. Die erste schriftliche Erwähnung der Ortschaft reicht auf das Jahr 1238 zurück und wurde im Zusammenhang mit Schloss Kastelbell getätigt, die seit 1303 Gerichtssitz war und die Ortschaft heute noch unverkennbar macht.

Einst gehörte Schloss Kastelbell den Herren von Montalban, später ging es an die Tiroler Landesfürsten und die Grafen Hendl über - von einer Militärfestung entwickelte es sich immer mehr zu einem herrschaftlichen Palast, bevor es dem Verfall preisgegeben wurde und einigen Bränden zum Opfer fiel. Nach einer langen Restaurierungsphase ist das Schloss nun zwischen Mitte April und Ende Oktober öffentlich zugänglich und bietet eine Ausstellung über die Römerstraße Via Claudia Augusta. Sehenswert ist auch die bemerkenswerte Architektur und die Fresken in der romanischen Schlosskapelle.

Kastelbell liegt an den Hängen des Sonnenberges und ist Ausgangspunkt für verschiedene Touren, sei es zu Fuß als auch mit dem Mountainbike. Geradelt und gewandert wird hier auf Vinschgaus Sonnenseite, durch Kastanien- und Laubwälder, hinauf bis zu den Almen und der Trumser und Vermoier Spitze, oder aber entlang der einstigen Bewesserungskanäle auf den Waalwegen. Auf der orographisch rechten Seite der Etsch hingegen durchquert man die Apfelgärten der Talsohle - von Latschinig oder Tomberg gelangt man auf die Bergspitzen in der Kette, die das Vinschgau vom Ultental trennt.

Obgleich ihrer Größe hat die Ortschaft Kastelbell wahrlich einiges zu bieten, von beeindruckenden Naturszenarien über Sommer- und Wintersport, Gourmet-Adressen und typischen Produkten, die Sie nicht missen sollten.

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