Brenner nennt sich ein Ort, der seit 1919, nach den Wirren des ersten Weltkrieges, auf der Grenze zwischen Österreich und Italien liegt. Gleich davor und dahinter liegen Süd- und Nordtirol. Die Fraktion Brenner gehört zu der Gemeinde Gossensass, ist aber als Grenz- und Transitdorf viel mehr im Gespräch als das eigentliche Zentrum der Gemeinde. Mit 1.374 m Meereshöhe ist der Brenner der niedrigste Pass am Alpenhauptkamm der österreichischen Zentralalpen.
Seit der frühesten Geschichte der Römer war der Brenner eine wichtige Verbindung zwischen Norden und Süden. Im Jahre 48 n.C. bauten die Römer den Grenzort aus. Etwa 150 Jahre später wurde die Schlüsselposition des Passes durch eine umfangreiche Erweiterung noch betont.
Für den internationalen Verkehr ist der Brennerpass, vor allem die vierspurige Brenner- Autobahn eine sehr wichtige Schleuse. Eine Bundes-bzw. Landstraße und eine Eisenbahnlinie ergänzen die Transitmöglichkeiten. Die Fahrt über den Brenner ermöglicht die Verbindung zwischen München über Innsbruck und Bozen zur Poebene.
Links und rechts vom Brennerpass erstrecken sich Gebirgsketten. Sie sind zugleich die Wasserscheide zwischen Sill und Eisack sowie die Hauptwasserscheide zwischen der Adria und dem Schwarzen Meer.
Der Ursprung des Namen “Brenner” ist nicht ganz eindeutig bekannt. Doch in einigen Schriften werden mögliche Hintergründe genannt.
Das Dorf am Brenner hieß im 13. Jahrhundert noch “Mittenwald”, auch der Name “Vallis Tridentina” scheint oft in Schriften auf. Ende des 13. Jahrhunderts gab es an diesem Ort den “Hof des Prennerius”, der Besitzer nennt sich 1299 “Chunradus Prenner de Mittenwalde”. Am Ende des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit wurde der Name “Mons Brennerus” bekannt. Der heutige Name stammt wahrscheinlich aus diesen Quellen.