EIne Frühlingswanderung an den Hängen von Bozen, die zwei Promenaden miteinander verbindet
Bildergalerie: Oswald- und Guntschna-Promenade Bozen
Eigentlich hat der meteorologische Frühling noch gar nicht begonnen, aber im Etschtal hält er dank des mediterranen Klimas früher Einzug und lädt schon an milden Spätwintertagen zum Aufenthalt im Freien ein. Auch im Frühlingstal in der Nachbargemeinde Eppan strecken die Schneeglöckchen bereits ihre Köpfchen aus der Erde. Vor ein paar Tagen hat es aufgrund eines Tiefs noch bis in tiefe Lagen geschneit, heute ist davon nichts mehr zu spüren. Wir starten unsere Wanderung am zentralen Waltherplatz in Bozen, fünf Minuten vom Zugbahnhof entfernt.
Nach einem Kaffee in der Sonne spazieren wir in den Stadtteil Rentsch, wo wir links bald das Schild "Oswaldpromenade" sehen. Die kleine Straße führt den Hang hinauf, der Blick öffnet sich auf St. Magdalena am Stadtrand, bekannt für die Weinhänge, an denen die Trauben für den Magdalener reifen. Beim Hotel Eberle, das seit einigen Jahren geschlossen ist, beginnt die Oswaldpromenade.
Entlang der einstündigen Wanderung, die flach den Hang entlang verläuft, genießen wir die herrlichen Panoramablicke über die Stadt, die Dolomiten und das Etschtal. Die ersten Blumen blühen am Hang. Gegen Ende hin kommen wir an der Gedenktafel von Karl von Ritter vorbei, der die Promenade geplant und erbaut hat. Danach geht es in Serpentinen abwärts nach St. Anton, dem Stadtteil von Bozen am Ende der Talferwiesen nahe Runkelstein, am Eingang zum Sarntal.
Über eine kleine Brücke erreichen wir die Hauptstraße und spazieren links zur Abzweigung mit der Jenesiener Straße, die aufwärts führt. Wir folgen ihr wenige Minuten, am Gscheibten Turm vorbei, dann folgt links der Aufstieg zur Guntschnapromenade. Treppen führen aufwärts: Durch die noch kahlen Bäume sehen wir den Wasserfall des Fagenbachs. Die Guntschnapromenade führt uns aufwärts und quert einmal die Hauptstraße. Danach schlängelt sie sich über eine Stunde sanft den Hang hinunter bis zur Wandelhalle in Gries. Die Ausblicke auf Bozen sind beeindruckend.
Die Promenade ist Erzherzog Heinrich von Habsburg gewidmet - Gries, heute ein Stadtteil, war einst ein bedeutender Luftkurort. Spaziergänger sind unterwegs und genießen den milden Tag. In Gries gönnen wir uns noch einen Aperitif im Freien, bevor wir über die Freiheitsstraße und die Talferbrücke zurück ins Zentrum kommen. Am frühen Abend erreichen wir den Waltherplatz. Ein herrliches Erlebnis, nicht zu anstrengend, mit Blicken auf Bozen, wie man es selten sieht.
Autor: MS
Erlebt: Februar 2026
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- Ausgangspunkt:
- Waltherplatz Bozen (261 m ü.d.M.)
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- Gesamtzeit:
- 02:45 h
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- Gesamtlänge:
- 9,4 km
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- Höhenlage:
- von 261 bis 419 m ü.d.M.
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- Höhenunterschied (Höhenmeter | Tiefenmeter):
- +250 m | -249 m
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- Wegweiser:
- Schilder "Oswald", "Oswaldpromenade"
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- Ziel:
- Oswald- und Guntschnapromenaden
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- Einkehrmöglichkeiten:
- Bars und Cafès im Stadtzentrum und in Gries
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- Empfohlene Jahreszeit:
- Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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- GPX-Strecke herunterladen:
- Oswald- und Guntschna-Promenade Bozen
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- Mehr Infos:
- Die oben angegebene Gesamtzeit bezieht sich auf die reine Gehzeit, ohne Pausen und Einkehr. Mit Pausen waren wir ungefähr einen halben Tag unterwegs - die Tour kann auch gut mit einem Start am Vormittag und einer Einkehr zum Mittagessen kombiniert werden.
Falls du diese Wanderung unternehmen möchtest, empfehlen wir dir, vor Antritt Informationen über die Wetterbedingungen und die Wegbeschaffenheit vor Ort einzuholen.
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