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Gries - Quirein

Das flächenmäßig zweitgrößte Bozner Stadtviertel nennt sich Gries-Quirein.

Vor der Zeit des Faschismus war Gries ein eigenes Dorf und eine eigene Gemeinde und weit über die Landesgrenzen bekannt. Quirein war hingegen ursprünglich eine der sieben Fraktionen die zur Gemeinde Gries zählten und verdankt seinen Namen dem heiligen Quirinus von Tegernsee, da die Mönche vom Kloster Tegernsee am rechten Talferufer ein Weingut betrieben. Da die faschistische Regierung Platz für ihr italienisiertes Bozen brauchte, wurde 1925 Gries in die Gemeinde Bozen aufgenommen.

Das Dorfbild mit ländlichem Charakter ist aber als solches erstaunlicherweise weitgehend erhalten geblieben. So finden wir in Gries noch wie zuvor viele Weingüter und alte Höfe. Mittelpunkt des Stadtviertels ist der Grieser Platz, der zum geschützten Ensemble erklärt wurde. Hier befindet sich auch das Benediktinerkloster Muri-Gries mit der dazugehörigen Stiftskirche, die dem Hl. Augustinus geweiht ist.

In Gries wird auch noch heute viel Wein angebaut. Zu den bekanntesten Sorten zählt wohl der Lagrein und der Merlot, die großteils in der Stadtkellerei und der Stiftskellerei gekeltert werden.

Unser Tipp: Ruhe und Erholung findet man an den angrenzenden Talferwiesen oder auch bei einem Spaziergang auf der beliebten Guntschna- oder Erzherzog Heinrich-Promenade.

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