Kirchturm im Reschensee

Der versunkene Kirchturm im Reschensee, in der Nähe des Reschenpasses, ist heute das Wahrzeichen des Vinschgau.

Als der Stausee am Reschenpass, dort wo die Etsch ihren Ursprung hat, angelegt wurde, fielen viele Gebäude den Fluten zum Opfer. Für die Stromerzeugung wurden im Sommer 1950 die Dörfer Graun und Teile von Reschen, sowie die uralten Weiler von Arlung, Piz, Gorf und Stockerhöfe geflutet. Insgesamt handelte es sich um 677 Hektar Grund und Boden: Die Einwohner und Hofbesitzer wurde zwangsenteignet und zur Aus- oder Umsiedlung gezwungen.

Nur das romanische Kirchlein von Alt-Graun aus dem 14. Jahrhundert trotzte diesem dunklen Kapitel Südtiroler Geschichte. Sein Kirchturm ragt heute noch aus den Fluten und steht unter Denkmalschutz. Je nach Wasserstand ist er mehr oder weniger sichtbar. Zahlreiche Sagen und Erzählungen ranken sich um die Überflutung und den Kirchturm: Heute noch sind dem Volksmund nach manchmal die Glocken zu hören, die aus der Tiefe geläutet werden!

Als Ausflugsziel dient der See im Sommer als Ort zum Entspannen und Erholen, zahlreiche Wassersportler sind hier zu finden. Auch der versunkene Kirchturm lockt viele Besucher an. Und wie ist der Kirchturm im Reschensee zu erreichen? Der See liegt direkt an der Vinschgauer Staatsstraße, neben der Straße befindet sich ein Parkplatz mit Aussichtsplattform. Auch ein 4-stündiger Rundweg führt um den See herum und am Kirchturm vorbei.

Empfohlene Unterkünfte

  1. Hotel Alpenjuwel
    Hotel

    Hotel Alpenjuwel

  2. Romantik Hotel Weisses Kreuz
    Hotel

    Romantik Hotel Weisses Kreuz

  3. Hotel Das Gerstl
    Hotel

    Hotel Das Gerstl

  4. Hotel Langtaufererhof
    Hotel

    Hotel Langtaufererhof

Tipps und weitere Infos