Don Bosco

Das am stärksten bewohnte Stadtviertel Bozens nennt sich Don Bosco.

Das Stadtviertel Don Bosco befindet sich zwischen 2 und 5 km vom Stadtzentrum Bozens, auf einer Meereshöhe von 240 m ü.d.M.. Begrenzt wird das Viertel im Südosten vom Eisack, während im Westen die Etsch es durchfließt. Noch vor 100 Jahren bestand das Gebiet fast vollständig aus Obstwiesen, doch heute ist das Stadtviertel Don Bosco das zweitdichteste besiedelte Viertel der Stadt Bozen.

1160 wurde in den Auen des Eisacks durch die Herren von Morit-Greifenstein das Chorherrenstift Maria Au errichtet, 1166 dann von Kaiser Friedrich I betätigt. Im 13. Jahrhundert war das Augustinerkloster jedoch mehrmals von Überschwemmungen des Eisacks betroffen, sodass die Chorherren 1412 ins ehemalige Schloss der Herren Morit-Greifenstein in Gries zogen. Das alte Kloster wurde erst 1986 bei Bauarbeiten wieder entdeckt. Die Reste können heute besichtigt werden.

Einen Besuch wert ist auch das Mahnmal des ehemaligen Gefangenen- und Durchgangslager, das westlich der Reschenstraße angesiedelt war. Seit 2005 befindet sich, ebenfalls in der Reschenstraße, ein von der Südtiroler Künstlerin Christine Tschager entworfenes Denkmal, das an diese schrecklichen Ereignisse erinnern soll.