Bergtour von Pfelders zur Stettiner Hütte

Die Wanderung führt Sie in die Bergwelt des Passeiertales und an Almhütten und Bergseen vorbei.

Wir halten beim Parkplatz vor dem Dorf Pfelders und merken hier bereits die erfrischende Bergluft, da Pfelders auf 1.622 m ü.d.M. liegt. Durch das Dorf beginnen wir als Gruppe unsere Wanderung, vorbei an der Kirche und biegen am Gasthof Alpenrose rechts ab. Wenige Meter später gehen wir an der ersten AVS-Hütte vorbei und kurz danach beginnt der eigentliche Wanderweg. Nach einer halben Stunde schon lassen wir die Lazinser Hütte hinter uns und nach einer weiteren halben Stunde erreichen wir die Lazins Alm auf 1.882 m, die malerisch inmitten des Naturparks Texelgruppe liegt.

An der Lazins Alm vorbei führt der Weg dann im Zickzack immer weiter hinauf in die Bergwelt des hinteren Passeiertales, teils auch sehr steil, vorbei an wunderschönen Bergseen in der Ferne, für die es sich immer wieder lohnt kurz innezuhalten und die Aussicht zu genießen. Ein Förster, dem wir begegnen, macht uns sogar auf ein Murmeltier und auf fleischfressende Pflanzen aufmerksam. Danach noch einige Schneefelder überquert, die trotz Hochsommer noch nicht vollständig geschmolzen sind, und nach etwa vier Stunden und einem beachtlichen Höhenunterschied von über 1.250 m erblicken wir endlich die Stettiner Hütte. Die Luft ist hier auf 2.875 m ü.d.M., unterhalb des Eisjöchls, etwas dünner geworden, aber der Panoramablick auf die umliegende Bergwelt entschädigt für jede Anstrengung.

Die Stettiner Hütte (auch Eisjöchlhütte genannt, ital. Rifugio Francesco Petrarca) wurde in ihrer ursprünglichen Form zwischen 1805 und 1897 erbaut und in den Jahren 1900 und 1913 dann erweitert. 1931 wurde die Hütte durch eine Lawine teilweise zerstört und dann von der CAI-Sektion Meran übernommen. Inzwischen ist die Hütte neu gebaut worden und wird in den Sommermonaten bewirtschaftet.

Nach einer Stärkung mit guter Hausmannskost, die die Stettiner Hütte anbietet, und einer wohlverdienten Rast treten wir den Rückweg wieder auf demselben Weg an. Wir lassen uns Zeit, da auch der Weg abwärts ermüdet. Aber: Der Rückweg muss nicht am selben Tag gemacht werden, da die Hütte im Hochsommer Betten und ein Matratzenlager anbietet. Und falls Sie nicht denselben Weg zurückgehen möchten, können Sie über das Pfossental ins Schnalstal hinabsteigen.

Achtung: Die Stettiner Hütte ist Anfang Februar 2014 von einer Lawine großteils zerstört worden. Seit Juli 2014 ist die Hütte wieder für Tagesgäste geöffnet, seit Sommer 2017 sind wieder Übernachtungen möglich! (Stand: Mai 2018)

Hinweis: Der Parkplatz vor Pfelders ist die letzte Parkmöglichkeit, da das Dorf selbst mit einer Schranke abgesperrt ist. Warme Kleidung, Regenschutz und Verpflegung nicht vergessen, trotz Hochsommer kann es sehr kalt werden. Nicht für Personen mit Höhenangst geeignet!

Autor: MC

Hinweis: Falls Sie diese Wanderung machen möchten, informieren Sie sich bitte über die aktuellen Bedingungen noch einmal vor Ort!

Ausgangspunkt: Parkplatz vor Pfelders
Weg: Von Pfelders auf die Stettiner Hütte (und zurück)
Wegnummer: 8 und 24
Gehzeit: ca. 4 Stunden (nur Hinweg)
Höhenunterschied: ca. 1.250 m
Erlebt: Anfang Juli 2009
Familientauglich? Nein, zu steil und lang für kleinere Kinder.
Infos bei: Tourismusverein Passeiertal, Tel. +39 0473 656 188, E-mail: info@passeiertal.it

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  1. Hotel Castel Saltauserhof
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