Wanderung um den Reschensee

Der größte See Südtirols wird von einem 15 km langen Promenadenring umrahmt. Das wollen wir uns näher anschauen, am besten auf einer gemütlichen Wanderung.

Nur wenige km südlich der italienisch-österreichischen Grenze am Reschenpass liegt das Dorf Reschen am See, welches wir als Ausgangs- und Zielpunkt unserer Wanderung erwählt haben (Man kann natürlich auch von Graun, St. Valentin oder anderen Punkten entlang des Seeufers starten). Über die Wiesen am Nordufer wandern wir auf die Westseite des Tales, dort geht es dann an der Seilbahnstation vorbei auf den Rad- und Spazierweg. Diesen geht es dann hinab in südliche Richtung.

Dass der Weg asphaltiert ist, kann man als Fluch und Segen gleichzeitig sehen - den einen mag der Untergrund auf Dauer zu hart vorkommen, den anderen praktisch, da man hier z.B. mit einem Kinderwagen besonders leicht vorankommt. Die Landschaft am Waldrand wechselt sich mit grünen Wiesen ab, unsere Augen sind aber meistens auf den See gerichtet. Gegenüber von uns liegen Graun und der Eingang ins Langtauferer Tal. Wer sich Zeit nimmt, die Natur zu beobachten, findet hier neben den Fischen im Wasser auch Enten, Libellen und zahlreiche Schmetterlinge auf den Blumen am Wasserrand.

Nach etwa 8 km erreichen wir das Südufer. Erst die Analgen des Kraftwerks erinnern uns daran, dass wir es mit einem künstlichen Stausee zu tun haben. Über die dicke Staumauer geht’s dann auf die andere Seite. Hier folgt der Weg im wesentlichen der Reschenpass-Straße nach Graun und dann weiter zurück nach Reschen. Hier kommen wir auch am tragischen Wahrzeichen des Obervinschgaus vorbei, dem Kirchturm von Alt-Graun, der beim Bau der Staumauer stehen geblieben ist, während der Großteil des Dorfes dem Wasser weichen musste.

Autor: AT

Ausgangspunkt: Reschen
Weg: Reschen - Westufer - Staudamm - Graun - Reschen
Gehzeit: 3,5 bis 4 Stunden
Höhenunterschied: 180 m
Höhenlage: 1495 bis 1540 m
Strecke: 15,2 km
Erlebt: Juli 2011
Familientauglich? Ja, wenn auch etwas lang. Man kann die Strecke auch bis zur Hälfte gehen und dann mit dem Bus zurück fahren. Auch mit Kinderwagen kein Problem, da weitgehend asphaltiert und kaum Höhenunterschiede. Vorsicht, auf die Radfahrer achten!
Hinweis: Auch als kleine gemütliche Familien-Radtour, für jung und alt sehr zu empfehlen!

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