Salurn Haderburg
Salurn Haderburg

Sage: Der alte Weinkeller bei Salurn

Im Buch “Deutsche Sagen” der Gebrüder Grimm erzählt eine Legende vom alten Weinkeller der Haderburg.

Im 1. Band ist die Sage Nr. 15 enthalten, deren Schauplatz die mächtige Haderburg bei Salurn ist: Im 17. Jahrhundert kam ein Mann namens Christoph Patzeber an der Ruine der Haderburg im Süden Südtirols vorbei. Er machte einen kurzen Abstecher zur Burg und fand dabei einen alten Keller mit 18 Fässern mit bestem Wein. Er labte sich daran und wollte sich danach wieder aufmachen, als er drei alte Männer an einem Tisch bemerkte. Vor ihnen lag eine Kreidetafel.

Sie erlaubten dem Besucher, wiederzukommen und von dem köstlichen Wein zu trinken, was er ein gesamtes Jahr lang tat. Schließlich waren es drei Nachbarn, die auch vom Wein gekostet hatten, die ihn verklagten. Christoph Patzeber erzählte vor Gericht die wundersame Geschichte und wurde freigesprochen. Als er danach wieder den Weinkeller aufsuchen wollte, war er verschwunden. Eine unsichtbare Hand schlug ihn halbtot und in seinem Schmerz konnte er noch die drei alten Männer ausmachen, die mit der Kreide ein Kreuz auf ihre Tafel malten.

Mit letzter Kraft schleppte sich Christoph Patzeber in die Stadt zurück, starb aber nach 10 Tagen an seinen schweren und mysteriösen Verletzungen. Der alte Weinkeller bei Salurn blieb verschwunden, aber heute noch heißt die Burgschänke auf der Haderburg "zum 18.ten Fass".

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