Die historische kalte Quelle von Kaltenbrunn, nach der das Dorf benannt wurde, soll Heilkräfte besessen haben
Bildergalerie: Kaltenbrunn
Auf rund 1.000 Meter Seehöhe verteilen sich die Häuser von Kaltenbrunn zwischen dem grünen Regglberg und dem stolzen Trudner Horn. Kurioserweise verläuft quer durch den Ort die Grenze zwischen Truden und Montan - einige Häuser gehören also genau genommen zu einer anderen Gemeinde. Von hier aus führen Straßen direkt in den Hauptort Truden und nach Radein.
Die kleine Kirche St. Josef ist schlicht gehalten, umso imposanter wirkt der historische Gasthof Kaltenbrunn. Einst war das Dorf ein wichtiger Knotenpunkt, da es verkehrsgünstig an der Dolomitenstraße lag. Diese Strecke, die über den San-Lugano-Sattel in das benachbarte Trentino führt, ist heute eine beliebte Route für Motorrad- und Radfahrer. Der Gasthof selbst diente im 19. Jahrhundert zudem als Poststation und beherbergte im 20. Jahrhundert sogar eine eigene, weithin bekannte Brauerei. Heute steht das stattliche Gebäude unter Denkmalschutz.
Die dichten Nadel- und Laubwälder zeigen besonders im Herbst ein beeindruckendes Farbenspiel. Hier verläuft auch der Europäische Fernwanderweg E5, der von der Bretagne über die Alpen bis nach Verona führt und ganz in der Nähe an der Trudner Horn Alm vorbeizieht. Auch der sanfte, runde Bergrücken des Cucul (Monte Cislón) mit seiner Alm ist ein wunderbares Wanderziel.
Ein weiteres Highlight ist die ehemalige Trasse der Fleimstalbahn, die von 1917 bis 1963 Auer mit Predazzo verband - heute ein landschaftlich reizvoller Rad- und Wanderweg, auf dem das alte Bahnhofsgebäude in Kaltenbrunn ein interessanter Blickfang ist. Mountainbiker können sich an der Tour über den Ziss-Sattel versuchen: Sie führt hinauf zur Krabes Alm, hinunter nach Altrei und über Kaltenbrunn zurück nach Truden. Unterwegs laden die bewirtschafteten Hütten zur Rast ein.
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