Bergtour am Neveser Höhenweg

Höhenwanderung in der einmaligen Gletscherlandschaft der Zillertaler Alpen, im Bann von rauschenden Gletscherbächen.

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der Parkplatz am Nevesstausee in Lappach (gebührenpflichtig, 4 Euro). Von hier aus wandern wir nordwärts dem Seeufer entlang - bis zum Hinweisschild “Chemnitzer Hütte“. Diesem folgen wir in den Wald hinein, über einen gut gepflegten Wanderweg gewinnen wir an Höhe, immer wieder kreuzen wir den Forstweg. Über die Nevesalm geht es weiter in Richtung Chemnitzer Hütte am Nevesjoch (2.419 m). Eine kurze Einkehr muss sein, dann aber geht es sofort weiter über den Neveser Höhenweg, Markierung 1.

Der Höhenweg hält, was er verspricht: am Fuße von Großem Möseler und Hohem Weißzint wandern wir zuerst mäßig steil nordwärts, dann kurz bergab zum Abfluss des östlichen Nevesferners, der an einer kleinen Brücke überquert wird. Weiter geht es in ständigem Auf und Ab durch die Gletscherlandschaft am Fuße der Zillertaler Dreitausender. Da der Weg in einem Teilabschnitt von einem heftigen Gewitter teilweise weggefegt wurde, wurde dieses Stück neu markiert (sehr gut sichtbar) und führt etwas weiter nördlich über diese Stelle. Das Gute: so kommt man bei den Wasserböden zu einem hübschen kleinen Gletschersee, den man sonst übersehen würde.

Die Aussicht sucht ihresgleichen: Pfunderer Berge, Nevesstausee, im Süden die Dolomiten… und ganz nah: Turnerkamp, Rossruck, Breitnoch, Weißzint, Großer Möseler. Das Gelände ist teils begrast, teils steinig, einige wenige Stellen sind mit Halteseil versehen. Immer wieder rauschen Gletscherbäche zu Tale, die unsere Aufmerksamkeit anziehen.

Nach etwa 3,5 Wanderstunden am Höhenweg erreichen wir die Edelrauthütte (2.545 m) am Eisbruggjoch, wo wir uns bei Hüttenwirt Toni mit einem leckeren Mittagessen verwöhnt. Nach einer Rast machen wir uns auf dem Steig 26 durch das Pfeifholder Tal in Richtung Neves Stausee auf, zunächst über Blockwerk, danach über Grasböden und zuletzt durch den Wald.

Hinweis: Diese Wanderung ist als mittelschwierig einzustufen und verlangt absolute Trittsicherheit und rutsch-festes Schuhwerk. Nach schweren Gewittern oder Hitze können Bäche wie der Ursprungbach zu Sturzbächen anwachsen, die nicht mehr passierbar sind. Gute Planung und früher Aufbruch unerlässlich.

Autor: BS

Hinweis: Falls Sie diese Wanderung machen möchten, informieren Sie sich bitte über die aktuellen Bedingungen noch einmal vor Ort!

Ausgangspunkt: Neves Stausee (1.868 m)
Weg: Neves Stausee - Chemnitzer Hütte - Neveser Höhenweg - Edelrauthütte - Neves Stausee
Wegnummer: 24, 1 (Neveser Höhenweg), 26
Gehzeit: 6 - 8 h (1,5 h bis Chemnitzer Hütte, ca. 4 h Höhenweg, ca. 1,5 h von Eisbruggjoch-Hütte zum Neves Stausee)
Strecke: ca. 16 km
Höhenunterschied: ca. 1.470 m
Erlebt: September 2011
Stützpunkte: Chemnitzer Hütte (geöffnet Mitte Juni - Mitte Oktober), Edelrauthütte (geöffnet Mitte Juni - Mitte Oktober)
Infos bei: Edelrauthütte, Tel.: +39 0474 653230, Chemnitzer Hütte, Tel.: +39 0474 653 244

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