Auf einem Hügel steht die schmucke St. Hippolyt-Kirche von Glaiten, ein herrlicher Logenplatz über dem Passeiertal
Bildergalerie: Glaiten
St. Leonhard im Tal, Glaiten hoch oberhalb davon: Das Dörfchen erreichst du über die Jaufenpass-Strasse, wobei nochmals gut 550 Höhenmeter überwunden werden. Hier oben ist die Luft klar, die Wiesen steil und das Panorama überwältigend. Der Blick öffnet sich auf das Passeiertal in Richtung Meran, oberhalb davon beschützt das Glaitner Hochjoch die paar Häuser und Höfe.
Dieses Joch in den Stubaier Alpen ist der Hausberg von St. Leonhard und ein beliebtes Ziel. Am Gipfel auf 2.389 Meter Seehöhe angekommen, stehst du auf der Gemeindegrenze zwischen St. Leonhard in Passeier und Ratschings im Wipptal. Die Genusswanderung startet vom Nachbarort Stuls: Am Jaufenkamm Urweg (Nr. 12) geht es zur Flecknerhütte, dann folgt der Aufstieg zum Schlattacher Joch und zum Gipfel. Alternativ bringt dich der Passeirer Höhenweg dorthin. Auf verkehrsarmen Straßen und Waldwegen kommst du auch zu Fuß hinunter nach St. Leonhard.
Zwischen den Glaitner Höfen steht auf einem Hügel die Kapelle St. Hippolyt. Rundherum wurden - wie auf der "Heache" bei Stuls - Tonscherben gefunden, die eine prähistorische Besiedlung belegen. Zudem wird vermutet, dass die Kirche genau dort steht, wo es in der Bronzezeit eine heidnische Brandopferstätte gab. Vor einigen Jahren sollte St. Hippolyt in Stand gesetzt werden.
Überraschenderweise kamen dabei Fresken aus der Zeit um 1380 zum Vorschein, die das Leben des Heiligen zeigen: Sie stammen von Vertretern der Bozner Schule und belegen, wie sich der damals neue Malstil Giottos von Italien ausgehend verbreitet hat. Sie sind die ältesten des Tales. Leider ist die Kirche selten zugänglich und die Fresken teils stark beschädigt, vom selben Maler dürfte aber das Fresko von St. Christophorus an der südlichen Außenwand stammen.
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