Apfel- und Kastanienbäume prägen die Umgebung von Kalditsch - das markanteste Gebäude ist die Loreto-Kapelle
Bildergalerie: Kalditsch
Kalditsch liegt direkt an der Dolomitenstraße. Auf dieser leicht erreichbaren Terrasse über dem Etschtal kamen schon früh Gäste an, die die Gegend als Luftkurort schätzten. Die Dolomitenstraße ermöglichte Panoramafahrten durch die Berge, und als 1917 die Fleimstalbahn zwischen Auer und Predazzo eröffnet wurde, war Montan sogar mit dem Zug erreichbar. Nur wenige Jahrzehnte lang kämpften sich die Dampfloks den Berg hinauf - 1963 fuhren sie zum letzten Mal.
Heute folgt ein abwechslungsreicher Wander- und Radweg dieser alten Fleimstaler Bahntrasse. Er führt dich über das nahe Glener Viadukt, eine beeindruckende Steinbrücke, hinauf bis zum San-Lugano-Sattel. Im Dorf selbst ist die Loreto-Kapelle das auffälligste Bauwerk: Sie gehört zum Rothenhof und beherbergt innen ein prächtiges Werk des Fleimstaler Malers Giuseppe Alberti.
Besonders während der Apfelblüte, die durch die Höhenlage etwas später einsetzt, zeigt sich Kalditsch von seiner schönsten Seite. Die Wanderwege führen durch den Naturpark Trudner Horn und eröffnen immer wieder weite Ausblicke auf den glitzernden Kalterer See und die blühenden Obstwiesen. Auch im Herbst zur Erntezeit herrscht hier eine besondere, geschäftige Stimmung.
Die fruchtbaren Böden machen Südtirol zu einem bekannten Apfelland. Doch auch Kastanien reifen hier hervorragend und werden nach der Ernte beim traditionellen Törggelen heiß serviert. Ursprünglich feierte dieser Brauch den Abschluss der Erntezeit - heute tischen die Buschenschänke und Gasthöfe zu diesem Anlass deftige Schlachtplatten, hausgemachte Knödel, Schlutzkrapfen, neuen Wein, süße Krapfen und natürlich die frisch gerösteten Kastanien auf.
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