Rund um die St. Stephans-Kirche von Pinzon wachsen die Trauben für den “König der Rotweine”, den Blauburgunder
Pinzon ist ein echtes Weindorf. Von oben gesehen bildet der Ort ein architektonisches Ensemble von ganz besonderem Reiz: Das idyllische, dem Heiligen Stefan geweihte Kirchlein, der Pinzoner Keller mit seinen Fabelwesen an den Außenwänden und der Dorfbrunnen gruppieren sich um den Stephansplatz. Das Hans-Klocker-Gassl, das von dort abzweigt, ist nach dem Schöpfer des spätgotischen Flügelaltars in der Kirche benannt: dem Meister Hans Klocker aus Brixen.
Rundherum erstrecken sich die Weinberge. Sie bilden das "Reich des Blauburgunders": Die sonnigen Hänge von Mazon, Glen und Pinzon, die als "Grand-Cru-Lage" gelten, verfügen über ein ganz spezielles Mikroklima. Kühle nächtliche Winde vom Naturpark Trudner Horn, warme, trockene Tage, kalkreiche Böden und die tagsüber vom Gardasee wehende Ora lassen hier einen unvergleichlichen Wein entstehen. Dieser elegante Wein ist allgegenwärtig.
Der Blauburgunderweg erzählt an den Stationen vom Weinbau und von der historischen Figur des "Saltners". Seine Aufgabe war es bis ins 20. Jahrhundert, Traubendiebstähle zu verhindern und Vögel zu vertreiben. Sein Aussehen war beeindruckend: lederne Bundhosen, ein reich bestickter Gürtel, eine Kette mit Eberzähnen und ein Hut, geschmückt mit Fasanen- und Habichtfedern.
Die Geschichten über diese schillernde Gestalt waren so faszinierend, dass sie bald weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. Im Frühjahr präsentieren die lokalen Produzenten ihre Erzeugnisse bei den Blauburgundertagen Südtirol - Publikumsverkostungen inklusive. Ein ganz besonderes Erlebnis sind zudem die persönlichen Hofverkostungen bei den Winzern vor Ort.
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