Das Bergdorf Stuls, der sonnigste Ort im Passeiertal, erstreckt sich am Hang des Jaufenkamms
Am Hang gegenüber von Platt befindet sich ein weiterer Teil der Gemeinde Moos: Stuls. Die Häuser mit der Freiwilligen Feuerwehr und der Bergwacht, der Grundschule und dem Geschäft "Stuller Lodn" thronen auf der Sonnenseite des Tales. Der Hang steigt dann zum Jaufenkamm zwischen Passeier und Ratschings hin an. Der dortige Jaufenpass bringt dich nach Sterzing und in das Wipptal: Unter Motorradfahrern und Radfahrern ist der Jaufenpass eine beliebte Tagestour.
Stuls ist ein Wander-Ferienort und Ausgangspunkt für die Tour zur Egger Grub Alm, die Südtiroler Gerichte, Produkte aus eigener Erzeugung und Wildspezialitäten anbietet, und im Winter zum Ziel einer ruhigen Schneeschuhwanderung wird. Etwas länger, rund zwei Stunden, nimmt die Wanderung von Stuls zur Schutzhütte Hochalm in Anspruch: Sie liegt zwischen schroffen Felsen und sonnenverwöhnten Almwiesen und kann auch mit einer Übernachtung kombiniert werden.
Zu diesen beiden Almen führt auch eine der schönsten Panoramawanderungen Südtirols: der Passeirer Höhenweg. Er startet an der höchsten Kehre der Jaufenpass-Straße und gelangt dann zum Übelsee, mit dessen Wasser der Hexenmeister Pfeifer Huisele versucht haben soll, Stuls zu vermuren. Nach dem See bringt dich der Höhenweg zu den zwei Almen und dann ins Dorf.
Östlich davon liegt die Silberhütthöhe, die bedeutendste vorgeschichtliche Siedlungsstätte des Passeiertals. Hier haben Archäologen Funde gemacht, die in die jüngere Eisenzeit zurückreichen. Auch unterhalb von Stuls gibt es etwas zu erkunden: Die dritthöchsten Wasserfälle Europas stürzen von einer Terrasse in zwei Kaskaden, 112 Meter und 230 Meter, in die Tiefe. Die Stuller Wasserfälle sind sogar von der Timmelsjochstraße und dem Passerschluchtenweg aus zu sehen.
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