Das Wanderdorf Aldein im Süden Südtirols beeindruckt mit seinen Mühlen und der Bletterbachschlucht
Von Auer im Talboden führt eine Straße zunächst nach Montan und dann weiter bergauf nach Aldein. Verstreut in der Wald- und Wiesenlandschaft des Regglberges liegen die drei Ortsteile der Gemeinde: Aldein Dorf, Holen und, weiter bergan, Radein. Etwas weiter östlich liegt der Pass Jochgrimm, ein Gebirgssattel mit einem Skigebiet für den Winter.
Von diesem Pass aus erreicht man das Schwarzhorn, einen Aussichtsberg in den Fleimstaler Alpen. Er eröffnet herrliche Blicke auf die Dolomiten und das Fleimstal. Sein Zwillingsgipfel, das Weißhorn, thront auf der anderen Seite des Jochgrimm.
Dazwischen erstreckt sich, als Teil des Welterbes Dolomiten, ein Wanderwegenetz: Es führt zu den Aldeiner Almen, den Mühlen am Thalbach und zur bekannten Bletterbachschlucht. Dieser "Grand Canyon Südtirols" ist eine wahre Fundgrube für Dinosaurierspuren und Gesteinsproben. Der vor wenigen Jahren angelegte Dinosaurierpfad, der sich gut für einen kurzen Spaziergang mit Kindern eignet, ergänzt das Erlebnis der Schluchtenwanderung mit Geo-Führer und Helm.
Aus Aldein stammen bedeutende Persönlichkeiten. Kardinal Johannes Baptist Franzelin, einer der Initiatoren des 1. Vatikanischen Konzils, wurde 1814 hier geboren. Auch Baron Andreas Alois Dipauli von Treuheim, Präsident des österreichischen Obersten Gerichtshofes zur Zeit Napoleons und des Wiener Kongresses, wuchs hier auf. Von diesen und vielen anderen Fakten erzählt das Dorfmuseum Aldein, während es in Radein ein eigenes GEOMuseum gibt.
Auch die Umgebung von Aldein ist einen Besuch wert. In rund vier Kilometer Entfernung befindet sich beispielsweise die 18-Loch-Anlage des Golfplatzes Petersberg. Nicht weit davon entfernt liegt mit Maria Weißenstein auch Südtirols bedeutendster Wallfahrtsort.
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