Andreas Hofer

Im Passeiertal befindet sich die Gedenkstätte und das Museum des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer (1767 - 1810).

Andreas Hofer, geboren am 22. November 1767 als letztes von vier Kindern am Sandwirt in St. Leonhard in Passeier, verlor mit drei Jahren bereits seine Mutter, wenige Jahre später seinen Vater. Als junger Mann übernahm er dann das Wirtshaus seines Vaters, den Sandwirt, und arbeitete dort als Gastwirt, Pferde- und Weinhändler. Als er rund 40 Jahre alt war, stand Tirol unter bayrischer Herrschaft: Die Bayern begannen Reformen mit religiösen Eingriffen in das Leben der Bürger, die zu einem Kirchenkampf der einfachen Bevölkerung gegen den Klerus führte.

Die Zwangsaushebung von Rekruten für die Bayerische Armee war schließlich der Anlass für den Tiroler Volksaufstand im April 1809. Andreas Hofer wurde als Oberkommandant an die Spitze der gegenbayerischen Bewegung gewählt, unterstützt von anderen Anführern wie Josef Speckbacher und dem Kapuzinerpater Joachim Haspinger sowie 18.000 Trentinern, und errang den Sieg bei den Kämpfen von Innsbruck und Sterzing. Dazu zählt auch die bekannte Bergisel-Schlacht (insgesamt waren es drei Schlachten) gegen die französischen Truppen unter Napoleon, die mit den Bayern verbündet waren. Die 3. Schlacht am Bergisel wurde auf dem berühmten Innsbrucker Riesenrundgemälde, zu bewundern im DAS TIROL PANORAMA mit Kaiserjägermuseum, verewigt.

Die letzte Schlacht am Bergisel am 1. November 1809 führte zu einer Niederlage, nach der Andreas Hofer auf die Pfandler Alm im Passeiertal flüchtete. Seine Flucht endete dort zwei Monate später, als er von einem Tiroler verraten wurde. Andreas Hofer wurde von französischen Truppen gefangen genommen und nach Mantua gebracht, wo er am 20. Februar 1810 vor dem Kriegsgericht erschossen wurde. Zunächst in Mantua begesetzt, wurden seine Gebeine von Tiroler Kaiserjägern 1823 nach Bozen, und 1834 schließlich nach Innsbruck in die Hofkirche überführt. Das Geschlecht der “Hofer von Passeyr” - Andreas Hofer war Vater von sechs Töchtern und einem Sohn - starb 1921 mit seinem Urenkel in Wien aus.

In St. Leonhard in Passeier befinden sich heute die Gedenkstätte Pfandler Alm, das Museum des Tiroler Freiheitskämpfers im Sandhof, seinem Geburtsort (MuseumPasseier), und ein Andreas Hofer-Rundweg. In Innsbruck hingegen ruhen seine Gebeine in der Hofkirche, während das Andreas Hofer-Lied “Zu Mantua in Banden” die Landeshymne des österreichischen Bundeslandes Tirol darstellt. Übrigens: Auch die Herz-Jesu-Feuer haben ihren Ursprung in diesen Jahrzehnten!

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