Schellenrennen

Im Winter, vor allem zu Nikolaus, Neujahr und Fasching, sieht man im Vinschgau Kinder mit Schellen durch die Dörfer laufen.

Im Vinschgau, vor allem in Laas und seinen Fraktionen Allitz, Eyrs und Tschengls, wird der Brauch des Schellenrennens lebendig gehalten. Mit Schellen und Taschen ausgerüstet starten Kinder und Ministranten nach einer Segnung um die Mittagszeit durch die Dörfer und bitten um Süßigkeiten. Mit lautem Geschelle verleihen sie ihrer Bitte Nachdruck und bedanken sich mit weiterem Geschelle dafür. Die drei stärksten Jungen tragen dabei die drei größten Glocken, während andere Kinder als “Robler” darauf aufpassen, dass alles reibungslos abläuft. Den Kindern werden Nüsse, Mandarinen und Süßigkeiten zugeworfen, die alle - außer den “Roblern” - aufheben dürfen.

Seit 2015 dürfen an diesem uralten Brauch, der - wie die meisten in Südtirol - ausschließlich männlichen Teilnehmern vorbehalten war, auch Mädchen teilnehmen. Der Ursprung des Schellenrennens ist hingegen nicht ganz geklärt und geht wahrscheinlich auf heidnische Riten zurück: Bräuche mit Schellen sind nämlich in ganz Tirol seit Langem weit verbreitet. Um das Brauchtum zu erhalten, wird es auch öffentlich unterstützt, so ist an diesem Tag z.B. schulfrei.

Ein weiteres Beispiel ist das “Winterausschellen” im Münstertal im Vinschgau. Hier wird Anfang März der “Chalandamarz” (chalanda=erster Monatstag, marz=März) begangen. In Bauernkitteln ziehen die jungen Leute mit Kuhglocken durch das Dorf. Streiche werden gespielt, es wird geplündert und in den frühen Morgenstunden ein Riesengetöse veranstaltet, um die Wintergeister zu vertreiben und die Frühlingsgeister unter der Schneedecke zu wecken.

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