Bei den Vinschgauer Krautwochen bieten Gastbetriebe spezielle Krautgerichte und das traditionelle Törggelen an
Der Weißkohl, der in der Gegend um Laas angebaut wird, wird im Herbst auf den Tisch gebracht. Der "Kobis", wie er im Dialekt genannt wird, hat im Herbst Saison und eignet sich dann bestens, um ihn zu deftigen Eintöpfe, Krautkuchen, Kohlrouladen oder Salaten zu verarbeiten. Die Fermentierung durch Milchsäuregärung macht den Weißkohl zum Sauerkraut, das ein wesentlicher Bestandteil der Schlachtplatte, des Hauptgangs beim Törggelen, ist.
Dem Weißkohl wird nachgesagt, dass er das Immunsystem stärkt, die Verdauung fördert sowie den Blutzucker- und Cholesterinspiegel senkt. Die Laaser Krautwochen im Oktober und November widmen sich ganz diesem Gemüse: In den teilnehmenden Restaurants und Gasthöfen dreht sich zwei Wochen lang alles darum. Dürfen wir dich inspirieren? Wie wäre es mit einer Krautpizza oder Krautknödel auf Bergkäsesoße? Auch Champagnerkraut klingt vielversprechend.
Zudem finden eine Reihe von Veranstaltungen statt, darunter der Törggelesonntag, Workshops wie "Gemüse fermentieren", die Marmor Genussführung mit Schokoladen- und Pralinenverkostung, denn Laas ist auch für Marmor und Aprikosen berühmt. Weiters gibt es den Oktobermarkt am Marktplatz sowie ein Erntedankfest mit der Musikkapelle und einem Erntedankwagen.
Möchtest du eine kurze Wanderung damit verbinden, eignet sich der Kaiserweg dazu: Er führt in weniger als zwei Stunden vom Bahnhof über den Herrensteig zur Schwefelquelle "Stinkabrunn". Das Wasser ist bakteriologisch rein und mineralreich. Dadurch eignet es sich gut für Therapien des Verdauungsapparates sowie bei Leber- und Hautkrankheiten. Danach geht es zurück ins Dorf.
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