Die Original Vinschger Marille und die Vinschger Bergmarille sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt
Bildergalerie: Vinschger Marillen
Kaum irgendwo gedeihen Aprikosen - in Südtirol "Marillen" genannt - besser als im Vinschgau. Die Frucht bevorzugt ein trockenes Klima mit deutlichen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, Wind, geringer Luftfeuchtigkeit und lockeren Böden. All diese Bedingungen finden sich im Vinschgau, wo die Marille auf Höhen zwischen 500 und 1.100 Meter angebaut wird.
Sie gehört zur Familie der Rosengewächse und war in Armenien bereits in der Antike bekannt (Prunus armeniaca). Alexander der Große brachte sie schließlich nach Griechenland und von dort nach Italien. In China gilt die Frucht noch heute als Symbol für junge Mädchen, aber auch für den Wunsch nach Kindern. Reif ist sie, wenn sie eine sattgelbe bis orange Färbung angenommen hat.
Geerntet wird im Vinschgau von Mitte Juli bis August. Man unterscheidet zwei Hauptsorten: Die Original Vinschger Marille besitzt ein oranges Fruchtfleisch und hat einen ausgeprägten, süß-säuerlichen Geschmack. Die Vinschger Bergmarille - dazu zählen die Sorten Goldrich und Orangered - ist an ihrer rötlichen Färbung zu erkennen und schmeckt saftig-süß.
Nach der Ernte werden die Marillen in den Obstgenossenschaften des Vinschgaus nach Farbe, Gewicht und Größe sortiert. Sie sind oft in den Geschäften der Genossenschaften oder direkt an den Ständen der Bauern auf regionalen Märkten erhältlich, wodurch lange Transportwege vermieden werden. Für Rezepte wie die berühmten Marillenknödel oder Marillenmarmelade sind diese Sorten die ideale Zutat. Zudem enthalten sie viel Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das für das Sehvermögen, eine gesunde Haut und die Abwehrkräfte wichtig ist.
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