Eines der größten Reitspektakel Südtirols findet jedes Jahr zwischen Ende Mai und Anfang Juni im Seiser Alm-Gebiet statt
Oswald von Wolkenstein, der berühmte Minnesänger, wurde 1367 auf der Trostburg oberhalb von Waidbruck geboren. Seinen Namen trägt seit über vier Jahrzehnten ein Turnier, das die schönsten Plätze des Seiser Alm-Gebietes mit einbezieht. Bereits vor der Eröffnungsfeier am Dorfplatz von Seis müssen sich die Mannschaften beim Ringstechen am Kofel in Kastelruth zwei Wochen vorher qualifizieren. Am Turniersonntag folgen dann vier Wettbewerbe.
Es sind das Ringstechen am Kofel, das "Labyrinth" mit der Übergabe der Bannerstange in Seis, der Galopp mit Hindernissen am Völser Weiher und der Torritt auf den Wiesen vor Schloss Prösels. Schnelligkeit und Geschicklichkeit sind ebenso ausschlaggebend wie Genauigkeit und Teamkönnen. Da entscheiden teils weniger als eine Sekunde zwischen den Siegermannschaften.
Und wer macht mit? Zugelassen sind 36 Südtiroler Mannschaften: Jede Mannschaft besteht aus jeweils vier Personen, die das 16. Lebensjahr erreicht haben. Drei davon müssen in derselben Gemeinde in Südtirol ihren meldeamtlichen Wohnsitz führen. Ihre Pferde - alle Rassen sind zugelassen - müssen gesund und reittauglich sein und im Rittjahr das 4. Lebensjahr vollenden.
2025 siegte übrigens die Mannschaft von Kastelruth Dorf, die nun die neue Standarte, ausgearbeitet von der Schlosserei Moser in Zusammenarbeit mit mehreren Betrieben aus dem Sarntal, bis zum nächsten Turnier Ende Mai 2026 aufbewahren darf.
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