Fantasievolle Mischwesen aus Mensch und Tier zieren eine kleine Kirche oberhalb von Tramin an der Weinstraße
Bildergalerie: Kirche St. Jakob in Kastelaz
Das bedeutendste Kunstdenkmal von Tramin an der Weinstraße thront etwas oberhalb davon: An dem unscheinbaren Kirchlein mit Rundbogenfenstern und Pyramidendach kommen viele Wanderer vorbei, denn hier führt der Kastelazweg von Kurtatsch nach Tramin vorbei. Wer einen Blick hineinwirft, sieht einen der ältesten erhaltenen romanischen Freskenzyklen im Alpenraum.
Fisch- und Vogelmenschen, Kentauren, Wesen mit dem Kopf eines Hundes und andere Figuren wurden im Altarraum vor acht Jahrhunderten verewigt. Die Kirche St. Jakob in Kastelaz wurde um 1220 ausgemalt. Sie werden als das sündige und verwirrende Gegenbild oder als dämonische Mächte zur göttlichen Ordnung interpretiert und als "Bestarium" bezeichnet: Diese Ordnung ist über den Köpfen dargestellt, nämlich Christus in der Mandorla und eine Reihe von Aposteln.
Dazu kommen die Fresken im südlichen Anbau, die zwei Jahrhunderte später dazukamen und von Ambrosius Gander stammen. Sie erzählen die Pilgerlegende und andere religiöse Themen in der beeindruckenden Leuchtkraft und Intensität, für die die Kirche zum Hl. Jakob bekannt ist.
Kastelaz ist von Tramin aus in einem 15-Minuten-Spaziergang durch die Weinberge erreichbar und liegt am Kastelazweg (2,5 Stunden) nach Kurtatsch. Vom Hügel aus öffnet sich der Blick auf das Unterland. Die Kirche ist in den warmen Monaten jeden Tag gegen eine kleine Gebühr zugänglich, in den kurzen Wintermonaten nur samstags und sonntags. Zudem ist sie mit ihrer romanischen Bilderwelt des Hochmittelalters eine der Stätten entlang der "Alpinen Straße der Romanik".
Kontaktinfos
- Kastelaz/St. Jakob - 39040 - Tramin
- +39 0471 860131
- juergen.geier@tramin.org
Öffnungszeiten
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Eintritt
2,00 € pro Person
Mehr Infos
Führungen für Gruppen auf Anfrage.
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