Kloster St. Johann in Müstair

2 km von Taufers im Münstertal entfernt, bereits auf Schweizer Gebiet, steht das UNESCO-Weltkulturerbe St. Johann in Müstair.

Wenn Sie der Straße von Taufers im Münstertal, der westlichsten Gemeinde Südtirols, 2 km weiter Richtung Westen folgen, dann betreten Sie bereits Schweizer Territorium und sind in Müstair angekommen. Dieser Ort ist weitum für das Benediktinerinnenkloster St. Johann bekannt. Das Kloster selbst wurde 775 n. Chr. von niemand Geringerem als Karl dem Großen, König der Langobarden, gegründet, nachdem er einem Schneesturm entkommen war. Mitte des 12. Jahrhunderts wurde St. Johann dann zu einem Frauenkloster. 1528 wurde die Klosterkirche, Johannes dem Täufer geweiht, zur Pfarrkirche von Müstair erhoben.

Dort entdeckten die Schweizer Wissenschaftler Robert Durrer und Joseph Zemp 1894 wunderschöne karolingische Fresken aus der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts, begraben unter Schichten aus anderen Malereien und Übertünchungen. Die gesamte Klosterkirche wurde ausgemalt, die Fresken von König David (Altes Testament) und Jesus dienten gebildeten Mönchen, um sich in die Heilsbotschaft zu vertiefen. Ein Teil wurde 1908/09 in das Schweizerische Landesmuseum nach Zürich gebracht, die restlichen Fresken wurden 1947-1951 mithilfe der Nonnen freigelegt. Die Heiligkreuzkapelle, ein Juwel aus karolingischer Zeit, wurde hingegen 2018 restauriert und ist seitdem wieder an ausgewählten Terminen für die Öffentlichkeit zugänglich.

1969 wurde die Stiftung Pro Kloster St. Johann in Müstair gegründet, um die Fresken vor dem Verfall zu retten. Auch heute noch leben Nonnen in Kloster St. Johann in Müstair, heute UNESCO-Weltkulturerbe, und bieten in ihrem Gästehaus einen Ort der Ruhe und der Einkehr. Einige der abgenommenen Bilder aus der romanischen Zeit um 1200 sind im Klostermuseum zu sehen, das im Plantaturm, einem über 1.000 Jahre alten Wohn- und Fluchtturm, untergebracht ist. Es erzählt auf spannende Weise 12 Jahrhunderte Kloster- Bau- und Kunstgeschichte. Archäologische Funde, kunsthistorische Schätze und Juwelen aus dem Besitz des Klosters können ebenso bewundert werden wie der Kreuzgang, der Keller, Repräsentations- und Wohnräume, und eine barocke Stube: das “Hohenbalkenzimmer”. Und wie ist das Kloster St. Johann in Müstair zu erreichen? Es steht sich direkt an der Staatsstraße, ein Parkplatz befindet sich gegenüber des Klosters. Auch das Schweizer Postauto (Linie Zernez - Mals) hält direkt gegenüber.

Öffnungszeiten im Sommer - Museum: Mai bis Oktober 2019
Montag bis Samstag von 09.00 - 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertage von 13.30 - 17.00 Uhr

Öffnungszeiten im Winter - Museum: November 2019 bis April 2020
Montag bis Samstag von 10.00 - 12.00 Uhr und von 13.30 - 16.30 Uhr
Sonn- und Feiertage von 13.30 - 16.30 Uhr
25. Dezember geschlossen

Eintritt - Museum:
12,00 CHF (ca. 11 Euro, Erwachsene), Kinder unter 6 Jahren frei
6,00 CHF (ca. 5,5 Euro, Kinder und Jugendliche von 6 - 16 Jahren)
8,00 CHF (ca. 7 Euro, Studenten und Lehrlinge ab 16 Jahre)
Kombiführung mit Klosterkirche möglich

Öffnungszeiten im Sommer - Klosterkirche: Mai bis Oktober 2019
Montag bis Samstag von 09.00 - 12.00 Uhr und von 13.30 - 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertage von 13.30 - 17.00 Uhr

Öffnungszeiten im Winter - Klosterkirche: November 2019 bis April 2020
Montag bis Samstag von 10.00 - 12.00 Uhr und von 13.30 - 16.30 Uhr
Sonn- und Feiertage von 13.30 - 16.30 Uhr
25. Dezember geschlossen

Eintritt - Klosterkirche (Führung):
10,00 CHF (ca. 9 Euro, Erwachsene), Kinder unter 6 Jahren frei
5,00 CHF (ca. 4,5 Euro, Kinder und Jugendliche von 6 - 16 Jahren)
8,00 CHF (ca. 7 Euro, Studenten und Lehrlinge ab 16 Jahre)
Kombiführung mit Museum möglich

Weitere Informationen:
Tel. +41 81 8516228, visit-museum@muestair.ch

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