Bergwerk Villaders
Bergwerk Villaders

Silberbergwerk Villanders

Im Thinnetal, einem abgelegenen Tal nahe der Villanderer Alm, befindet sich der heute noch zugängliche Elisabeth-Stollen.

Es war das Jahr 1130, als der "mons argenti", der Silberberg von Villanders, erstmals erwähnt wurde. Damals wurde er dem Augustiner Chorherrenstift Neustift bei Brixen überreicht. Barbarossa bestätigte 1177 in Venedig diese Schenkung, die dem neu gegründeten Kloster gute Einnahmen garantierte. Sogar eine Festung wurde etwas später am Fuße des Bergwerks erbaut, um es zu schützen. Die Blütezeit erlebte das Silberbergwerk Villanders dann im 16. Jahrhundert - die Gegend gehörte im Mittelalter auch zu den bedeutendsten Erzabbaugebieten Tirols.

Ursprünglich auf der Suche nach Edelmetallen wie Gold und Silber, wurden die Aussichten mit der Zeit realistischer. Die Knappen, deren Lebenserwartung damals nicht mehr als 40 Jahre betrug, beschränkten sich auf die Suche nach Kupfer, Eisenkies und Zink. Das Hauptabbaugebiet des Villanderer oder Pfunderer Bergwerks, "Rotlahn", wurde im Laufe der Jahrhunderte durch zahlreiche Stollen erschlossen, wobei zuerst jene in höheren Höhen angelegt wurden, und dann einige darunter. Der Berg wurde somit durch ein Streckennetz von 25 km regelrecht durchlöchert.

Im 20. Jahrhundert wurde das Bergwerk Villanders aufgegeben und geriet in Vergessenheit. Erst vor einigen Jahren wurden der Elisabeth- und Lorenz-Stollen aufwändig restauriert. Heute bietet der Kultur- und Museumsverein Villanders interessante Führungen an, die dich in einem der wenigen Bergwerke Südtirols zu einer Reise in die Vergangenheit einladen. Und wie ist das Bergwerk zu erreichen? Vom Gasthaus "Mühlele" Richtung Latzfons startet eine schöne, aber anspruchsvolle Wanderung, die zuerst zum Knappenkirchlein St. Anna auf 1.133 m ü.d.M. führt und dann weiter zum Bergwerk (2,5 Stunden). Die Ausblicke auf die Dolomiten sind einmalig. Alternativ befindet sich ein Parkplatz für die Anfahrt mit dem Auto 300 m unterhalb des Stollens.

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Das Silberbergwerk bleibt im Winter geschlossen, die Sommersaison 2023 beginnt am 10. April.

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